Seiten statt Plattformen

Dein LinkedIn-Profil sieht aus wie jedes andere. Gleiche Schrift, gleiches Layout, gleiche Regeln. Die Plattform entscheidet wie du dich darstellst. Ich hatte selbst eins, Jahre lang. Irgendwann habe ich gemerkt dass ich mein eigenes Profil nicht wiedererkenne. Es sieht aus wie alle anderen. Das war der Moment wo ich angefangen habe meine eigenen Seiten zu bauen.

Eine Website ist kein Profil. Sie ist ein Standpunkt. Sie kann sich verändern ohne dass ein Algorithmus entscheidet ob jemand sie sieht. Bei mir heißt das konkret: neun Domains, jede mit einem Thema, jede mit eigenem Design. Das ist mehr Arbeit als ein LinkedIn-Profil. Deutlich mehr. Aber es fühlt sich an wie etwas das mir gehört.

Vielleicht ist das naiv. Tom würde sagen: du mietest trotzdem, nur woanders. Domain beim Registrar, Hosting beim Provider. Stimmt. Aber der Unterschied ist, dass ich die Regeln bestimme. Ich entscheide was sichtbar ist, was verlinkt wird, was verschwindet. Ob das reicht um von Besitzen zu sprechen, da bin ich mir nicht sicher. Aber es fühlt sich anders an als ein Formular auszufüllen das jemand anderes designt hat.

Die ehrliche Frage ist: für wen lohnt sich das? Ich kann Code schreiben, ich kann Server einrichten. Was ist mit allen anderen? Vielleicht braucht es etwas dazwischen. Nicht Plattform, nicht komplett eigen. Etwas das dir Kontrolle gibt ohne dass du alles selbst bauen musst. Ich weiß nur noch nicht wie das aussieht.